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Woche gegen das Vergessen: Eliots am Main – Theresienstadt

November 10, 2025 @ 19:30 - 21:30

Eintritt € 39,- (Parkett, Reihe 1-5) / € 24,- (Parkett, Reihe 6 und Fensterbänke) / € 14,- (Empore, eingeschränkte Sicht)

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(2012. Bürgerkonzert)

Programm

 

Gideon Klein (1919-1945)
Streichtrio

Viktor Ullmann (1898-1944)
Streichquartett Nr. 3

Pause

Pavel Haas (1899-1944)
Streichquartett Nr. 2 „Von den Affenbergen“ *

Besetzung

 

Eliot Quartett
Maryana Osipova, Violine
Alexander Sachs, Violine
Dmitry Hahalin, Viola
Michael Preuss, Violoncello

Anton Mikhalevskii, Schlagzeug *

Zum Konzert

 

Dass Theresienstadt (Terezín) fast zum Synonym für die „Musik der Shoah“ geworden ist, liegt an dem außergewöhnlich reichen Musikleben in diesem Lager. Im gesamten System der NS-Lager stellte es einen Sonderfall dar. Weil es für Propagandazwecke genutzt werden konnte, duldete die SS nicht nur die kulturellen Aktivitäten der Gefangenen, sondern förderte sie sogar. Mit Viktor Ullmann, Gideon Klein und Pavel Haas präsentiert das Eliot Quartett drei Komponisten, die in Theresienstadt inhaftiert waren und später nach Auschwitz deportiert wurden. So eng ihre Biografien in dieser Zeit miteinander verbunden scheinen, so unterschiedlich sind doch ihre musikalischen Sprachen und Ausdrucksformen. Um diese Vielfalt noch deutlicher hörbar zu machen, erklingen neben den Werken, die in Theresienstadt entstanden (das Streichtrio von Klein und das Streichquartett von Ullmann), auch Haas’ außergewöhnliches Streichquartett mit Schlagzeug aus dem Jahr 1925 – ein Werk, das noch in der künstlerischen Freiheit vor der Katastrophe entstand.

Das Konzert ist Teil der Woche gegen das Vergessen der Frankfurter Bürgerstiftung und des Festivals Eliots am Main.

Die Mitwirkenden

 

Das 2014 in Frankfurt am Main gegründete Eliot Quartetthat sich in seinem 10-jährigen Bestehen als eines der führenden Ensembles der internationalen Streichquartettszene etabliert. Auf zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben (u,.a. Mozartwettbewerb Salzburg, Melbourne International Chamber Music Competition, Karol Szymanowski Competition) folgten Einladungen in wichtige Konzerthäuser Europas wie ins Mozarteum Salzburg, in die Elbphilharmonie Hamburg, ins Gewandhaus zu Leipzig, in die Alte Oper Frankfurt, ins Beethovenhaus Bonn und in die Berliner Philharmonie. Das Quartett war zudem Gast bei Festivals wie dem Bachfest Leipzig, den Kasseler Musiktagen, der Styriarte Graz, dem Mozartfest Würzburg, dem Rheingau Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der Schubertiade Hohenems und Schwarzenberg, den Schostakowitsch Tagen Gohrisch sowie dem Musikfest der Berliner Festspiele. 2024/25 spielte es sämtliche Streichquartette Dmitri Schostakowitschs in 12 Konzerten des Zyklus „DSCH & beyond“ bei der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen. Anlässlich des 50. Todestages des Komponisten wird das Eliot Quartett, dessen Mitglieder aus Russland, Kanada und Deutschland stammen, noch drei weitere Zyklen (beim Carinthischen Sommer, beim Mito Festival in Italien sowie in Hamilton, Kanada) aufführen. Seine Ausbildung erhielt das Eliot Quartett an der Musikhochschule Frankfurt bei Hubert Buchberger und Tim Vogler sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid bei Günter Pichler. Weitere Impulse erhielt es in der Arbeit mit Alfred Brendel und dem Belcea Quartett. Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ. Mehrere CDs des Eliot Quartetts sind beim Label Genuin erschienen.

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