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HOLZHAUSENSCHLÖSSCHEN: roh und zart. Chinesische Literatur im Spiel der Macht
Lesung und Gespräch mit Eva Schestag
Eine Veranstaltung im Rahmen der Monika-Schoeller-Dozentur für literarisches Übersetzen zu Gast bei der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen.
Eintritt frei, freie Platzwahl, Anmeldungen sind über den ganz oben stehenden Link möglich.
Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag kostenfrei einen Livestreamder Veranstaltung anbieten.
Zur Veranstaltung
Lesen und Schreiben war im alten China einer kleinen Elite vorbehalten, die Literatur schon sehr früh als Amt und Akademie dem Machtbereich des Kaisers unterstellte. Im zwanzigsten Jahrhundert, nach dem Fall des chinesischen Kaiserreichs, machten die politischen Umbrüche auch vor der Literatur nicht Halt: Sie sollte demokratisiert und in den Dienst der Politik gestellt werden. In Lesung und Gespräch wird die Frage nach der Verbindung zwischen Gewalt und Poesie erkundet und zugleich ein Panorama der chinesischen Literatur eröffnet. Die Stimmen von Despoten und die Stimmen derer, die der Unterdrückung zum Trotz schreiben, sollen ebenso zu Wort kommen wie deutschsprachige Nachdichter von chinesischer Lyrik im Exil.