„Wir machen den Merianplatz wieder zu einem grünen Mittelpunkt im Stadtteil“ Umweltdezernentin kündigt Start der Arbeiten auf dem Merianplatz an. Die FPD übt Kritik.
Nach dem feigen Giftanschlag auf die beiden 60 Jahre alten Platanen auf dem Merianplatz soll der Platz nun wieder grün werden. Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez kündigte den Start der Arbeiten für die nächsten Tage an.
Insgesamt 120 Quadratmeter des Merianplatzes sollen dann entsiegelt, die Baumbeete mit Belüftungsrohren und Wurzelschutzplatten versehen und rund 170 Kubikmeter Baumsubstrat für die spätere Bepflanzung eingebracht werden. Unterirdische Baumgruben sollen viel Platz für die Wurzeln schaffen. Rund um die Bäume werden Beete mit insektenfreundlichen Sträuchern und Stauden entstehen, die für noch mehr Grün sorgen. Bis zum Ende der Pflanzperiode im März sollen die Umgestaltung abgeschlossen sein.
Nicht nur zwei, sondern gleich acht Bäume sollen anstelle der verendeten Platanen gepflanzt werden. Ausgesucht wurden nicht nur Platanen, sondern insgesamt sieben verschiedene Baumarten – gepflanzt werden zwei Winterlinden, eine Ziereiche, eine Japanische Zelkove, eine Amerikanische Linde, eine Edelkastanie, eine Orientalische Platane und eine Ungarische Eiche. Die Auswahl berücksichtigt, dass Stadtpflanzen heutzutage infolge des Klimawandels hitze- und trockenheitsresistenter sein müssen. Die unter dem Merianplatz verlaufenden Leitungstrassen stellten außerdem eine besondere Herausforderung dar.
Da heutzutage mehr Platz zu Gebäuden gelassen wird als früher, werden die neuen Bäume nicht am ursprünglichen Standort der beiden Platanen stehen. An diese soll aber eine Skulptur erinnern. Auch dazu hat das Grünflächenamt bereits einen Vorschlag entwickelt, der demnächst im Ortsbeirat beraten wird.
„Zusammen mit allen Beteiligten machen wir den Merianplatz wieder zu einem grünen Mittelpunkt im Stadtteil!“, freut sich Zapf-Rodriguez. Das Konzept für die Begrünung wurde in Zusammenarbeit von Ortsbeirat, Grünflächenamt und dem Amt für Straßenbau und Erschließung entwickelt. „Die schnelle Umsetzung der Maßnahme ist ein positives Beispiel dafür, wie Verwaltung und Quartier gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und zukunftsfähige Lösungen auf die Straße bringen“, lobt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert.
Kritik an der Planung kam indessen von der FDP: Die Partei befürchtet, dass durch die Bepflanzung Veranstaltungen wie das Berger Straßenfest auf dem Merianplatz gefährdet seien und will daher die Arbeiten stoppen. „Das Argument ist nicht haltbar“, entgegnet Gabriele Trat, Fraktionssprecherin der Grünen im Ortsbeirat. Richtig sei, dass aufgrund der Baumstandorte ein oder zwei Stände nicht mehr an ihrem gewohnten Platz stehen könnten. „Das sollte bei der Größe des Bergerstraßenfestes eigentlich kein Problem sein“.


