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Zugeparkt, die Gehwege mit Tischen und Stühlen versperrt, verdreckt und wer mal muss oder sich kurz ausruhen möchte, hat keine Chance, ohne dazu in ein Café oder Restaurant einzukehren. So erleben Passant*innen die Einkaufsstraße im östlichen Nordend aktuell. Das ergab eine Umfrage, die die IHK 2024 dort (und auch in anderen Frankfurter Einkaufsstraßen) durchgeführt hat. Auf deren Grundlage hat der Gewerbeverein „IG Untere Bergerstraße“ Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die der Vorsitzende Kaweh Nemati nun dem Ortsbeirat präsentierte.
Um die Sauberkeit der Straßen zu erhöhen, plädiert Nemati für den Austausch der Mülleimer. Diese sollen durch größere Exemplare ersetzt werden, die auch Pizzakartons aufnehmen (ganz wichtig, denn gerade der Verpackungsmüll ist in den letzten Jahren enorm angestiegen) und außerdem gegen plündernde Krähen geschützt sind.
Damit es auf der „Berger“ nicht mehr ganz so eng und für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zugeht, schlägt die IG vor, Querparkplätze in Längsparker umzuwandeln, die Parkraumbewirtschaftung einzuführen und die Außengastronomie teilweise auf jetzige Parkplätze zu verlagern. Die Gastwirte und Händler*innen sollen an ihre Kunden auch Parkgutscheine ausgeben dürfen.
Entspannter soll der Bummel über die Berger auch durch mehr öffentliche Sitzgelegenheiten werden. Damit – so Nemati – könnte vor allem der Platz an der Kantstraße attraktiver gestaltet werden.
Ein großes Thema ist – nicht nur auf der Berger Straße – seit Jahren das „Ladensterben“: Immer mehr Einzelhandelsgeschäfte schließen und Cafés oder Bars ziehen stattdessen ein. Um dem entgegenzuwirken fordert die IG ein Verbot der Umgestaltung von Einzelhandel zur Gastronomie.
Ohne Schaufensterbeleuchtung wird’s nachts dunkel auf der Berger Straße, erzählt Nemati. Die vorhandenen Straßenlaternen seien viel zu hoch angebracht und leuchten daher vor allem in Bäume oder Wohnungen anstatt auf den Gehweg.
Mithilfe der ansässigen Kulturbetriebe (Naxoshalle und Mousonturm) will die IG – zusätzlich zum Berger Straßenfest – einen jährlichen Kulturtag auf der Berger Straße ins Leben rufen.
Ob und was von diesen Vorschlägen tatsächlich umgesetzt wird, darüber entscheiden natürlich die dann zuständigen Politiker*innen im Ortsbeirat und im Römer – denn mit der Kommunalwahl am 15. März werden die Karten neu gemischt.
Wenn ihr euch selbst ein Bild von der Unteren Berger Straße machen wollt, dann habt ihr am 31. März dazu Gelegenheit: An diesem Dienstagvormittag lädt Oberbürgermeister Mike Josef ab 09.30 Uhr zu einem Rundgang ein.